Risikomanagement und Controlling in etablierten Unternehmen sind strukturell auf Ertrag, Dividendenfähigkeit und die Funktion Risiken zu identifizieren, zu bewerten und zu steuern, ausgerichtet – und erzeugen damit systematische Schwächen bei der Prävention von Liquiditätskrisen. Ein erheblicher Teil der Insolvenzen in Österreich sind operativer Natur mit klarem Finanzierungs- und Liquiditätsbezug, und dennoch erfassen die bestehenden Steuerungssysteme operative Liquiditätsdynamiken nur unzureichend. Der Beitrag analysiert diese Lücke aus der Restrukturierer-Perspektive und entwickelt ein Modell der „Dualen Governance", das operative Liquiditätssteuerung mit strategischer Planung verbindet.

