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Gröbliche Benachteiligung durch Verzugszinssatz trotz Einhaltung von § 6 Abs 1 Z 13 KSchG

WirtschaftsrechtJudikaturBearbeiter: Wolfgang KolmaschRdW 2026/70RdW 2026, 95 Heft 2 v. 12.2.2026

KSchG: § 6 Abs 1 Z 13 und Abs 3

ABGB: § 879 Abs 3

Gem § 6 Abs 1 Z 13 KSchG darf der vereinbarte Verzugszinssatz den für die vertragsgemäße Zahlung vereinbarten Zinssatz nicht um mehr als fünf Prozentpunkte pro Jahr übersteigen. Der Umkehrschluss, dass ein Verzugszinssatz, der diese Grenze einhält, zulässig ist, lässt sich aus dieser Regelung nicht ziehen. Auch ein in dem Rahmen vereinbarter Verzugsszinssatz kann gem § 879 Abs 3 ABGB wegen gröblicher Benachteiligung unwirksam sein.

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