Im Mittelpunkt von Bilanzskandalen steht nicht selten der Konzernabschluss, insbesondere wenn er nach internationalen Rechnungslegungsstandards aufgestellt worden ist. Da dies immer ein Indiz dafür bietet, dass ein großes Unternehmen betroffen ist, zieht ein fehlerhafter IFRS-Konzernabschluss erhöhte Aufmerksamkeit auf sich. Die besondere Fehleranfälligkeit eines Konzernabschlusses mag mit seiner nicht zu bestreitenden Komplexität im Zusammenhang stehen. Zwar sind an der Aufstellung des Konzernabschlusses und dessen Kontrolle verschiedenste Akteure beteiligt, um schon präventiv sicherzustellen, dass die Bilanzerstellung und -kontrolle seriös erfolgt. Werden Konzernrechnungslegungsfehler aber doch einmal ausgemacht, sind v.a. die gesellschafts- und bilanzrechtlichen Folgen in vielerlei Hinsicht ungeklärt. Daher gilt es im Folgenden, diese rechtlichen Rahmenbedingungen näher zu beleuchten.

