Familienformen, individuelle Verhaltensweisen und Einstellungen unterliegen ebenso wie rechtliche Regelungen zu Partnerschaft und Elternschaft einem kontinuierlichen Wandel. Dieser Beitrag beantwortet anhand von vier Bereichen (nicht eheliche Lebensgemeinschaften, Scheidungen, gleichgeschlechtliche Partnerschaften und medizinisch unterstützte Formen der Elternschaft) die Frage, ob soziale und rechtliche Entwicklungen in den vergangenen Jahrzehnten parallel verlaufen sind. Die Analyse verweist auf ein komplexes Zusammenspiel von Verhalten, Einstellungen und rechtlichen Normen. Die Ergebnisse zeigen: Es lassen sich neue Muster gesellschaftlicher Normalität erkennen – zugleich behalten traditionelle Normen ihre Wirksamkeit.

