Der Fachbeitrag analysiert die Judikaturwende 2024 (OGH 15 Os 72/24p; OLG Wien 17 Bs 89/24y, 17 Bs 14/24v) bei Verfolgung digitaler Ehrverletzungen gegen Amtsträger. Im Fokus stehen die Klärung der örtlichen Zuständigkeit österr Gerichte bei Auslandssachverhalten (Ubiquitätsprinzip), die Anwendbarkeit des § 51 MedienG auf natürliche Personen sowie die Haftung für das bloße "Teilen" (Sharing) fremder Beiträge. Der Autor beleuchtet die dogmatischen Grundlagen und zeigt prozessuale Wege für betroffene Exekutivbedienstete auf, insb den Übergang zur Privatanklage nach Rücktritt der Staatsanwaltschaft, um Rechtsschutzlücken bei "Hass im Netz" effektiv zu schließen.

