vorheriges Dokument
nächstes Dokument

Rücktritt eines Käufers vom Wohnungseigentumsvertrag ohne Wiedererlangung der freien Verfügungsmacht des Verkäufers über das Kaufobjekt und GrESt

Erkenntnisse des VwGHÖStZB 2010/427ÖStZB 2010, 614 Heft 21 v. 2.11.2010

GrEStG 1987: § 17 Abs 1 Z 1

WEG § 13 Abs 3

Ist die Verkäuferin eines Wohnungseigentumsanteils nach Rücktritt des Käufers weiterhin an die im Vertrag verbliebene zweite Käuferin gebunden und solcherart in ihrer Disposition über die ideelle Hälfte des Kaufobjektes insoweit beschränkt, als sie realistischerweise im Ergebnis nur die Wahl hat, entweder den frei gewordenen Anteil an die zweite Käuferin zu übertragen oder selbst diesen Anteil als Partnerin der zweiten Käuferin (mit deren Zustimmung) zu übernehmen, weil die mögliche Veräußerung des Hälfteanteils am Wohnungseigentum an einen Dritten wegen der durch § 13 Abs 3 WEG angeordneten Bindung nur mit Zustimmung der im Vertrag verbliebenen zweiten Käuferin möglich ist, erhält die Verkäuferin auch durch den Rücktritt des einen Käufers keinesfalls die für eine Anwendung des § 17 Abs 1 Z 1 GrEStG erforderliche freie Verfügungsmacht über das Kaufobjekt zurück.

Sie möchten den gesamten Inhalt lesen?

Melden Sie sich bei Lexis 360® an.
Anmelden

Sie haben noch keinen Zugang?
Testen Sie Lexis 360® zwei Wochen kostenlos!
Jetzt testen!

Stichworte