I. Einleitung
Im gegenständlichen Beitrag sollen einige Gedanken zur EU-Finanzmarktregulierung aus rechtsökonomischer Sicht gewälzt werden, die im Rahmen der Konferenz zu Ehren des 80. Geburtstags von em. ao.Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Weigel, dem Doyen der Rechtsökonomie in Österreich, im Juni 2025 in Wien präsentiert wurden. Die Rechtsökonomie, auch bekannt als die ökonomische Analyse des Rechts oder im anglosächsischen Bereich auch Law & Economics bezeichnet, versteht sich als interdisziplinäre Schnittstelle zwischen Recht und Ökonomie, die Institutionen und Normen mit ökonomischen Werkzeugen analysiert, um deren Wirkungen und Veränderungen zu verstehen.1 Neben empirischen Zugängen oder dem Kaldor-Hicks-Effizienzansatz finden sich im rechtsökonomischen Werkzeugkasten auch regulierungstheoretische Grundsätze. Derartige regulierungstheoretische Überlegungen sollen in diesem Beitrag zur Anwendung kommen, wenn die EU-Finanzmarktregulierung einer genaueren Analyse unterzogen wird.2

