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Strategische Kommunikation bei UVP-Verfahren

RisikoSteuerrechtTatjana Katalan, Martin ZechnerGRC-aktuell 2025, 152 - 155 Heft 4 v. 15.12.2025

UVP-Verfahren sind immer mit mittlerer bis hoher Publizität verbunden. Aufgrund der Aktivitäten von Projektgegnern in der Öffentlichkeit und der Verbreitung von gegnerischen Narrativen sind mit der Einreichung eines UVP-Verfahrens die Kriterien einer latenten Krise gegeben. Durch instrumentalisierten und professionalisierten Widerstand werden Projektwerber neben den „NIMBYs“ („Not in my backyard“) mittlerweile häufig mit „NIABYs“ („Not in anybody’s backyard“) konfrontiert. Nachdem sich gegnerische Narrative schneller verbreiten als Projektnarrative, ist eine kommunikationsstrategische Vorbereitung und Begleitung der UVP-Verfahren unabdingbar. Die von Leon Festinger erforschte Theorie der „kognitiven Dissonanz“, wonach Menschen bevorzugt Informationen aufnehmen, die ihrer Grunddisposition entsprechen, bietet eine fundierte Erklärung des Verbreitungsmechanismus von Gerüchten und Desinformation. Wenn eine strategische Kommunikation durch Projektwerber unterbleibt, besteht die Gefahr einer eruptiven, nicht mehr kontrollierbaren Entwicklung der öffentlichen Berichterstattung über das Projektvorhaben.

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