§ 2 Erlassung der Prüfungsordnung für die Lehrabschlußprüfung im Lehrberuf Buchhändler

Alte FassungIn Kraft seit 01.1.1992

Durchführung der praktischen Prüfung Geschäftsfall Buchhandel

§ 2.

(1) Die Prüfung hat schriftlich und mündlich zu erfolgen. Sie ist mit einer Note zu bewerten.

(2) Die schriftliche Arbeit hat einen auf den Buchhandel bezogenen Geschäftsfall einschließlich des dazugehörigen Schrift- und Zahlungsverkehrs zu umfassen und sich auf folgende Bereiche zu erstrecken:

  1. a) Verlage, Verlagsprogramme und Vertriebsformen,
  2. b) Auslieferung,
  3. c) Warenbeschaffung,
  4. d) Warenannahme und Warenübernahme,
  5. e) Mängelfeststellung,
  6. f) Reklamation.

(3) Die Prüfungskommission hat unter Bedachtnahme auf den Zweck der Lehrabschlußprüfung und die Anforderungen der Berufspraxis jedem Prüfling eine schriftliche Arbeit zu stellen, die in der Regel in 60 Minuten ausgearbeitet werden kann. Sie ist nach 90 Minuten zu beenden. Die schriftliche Arbeit kann auch in rechnergestützter Form durchgeführt werden, wobei jedoch alle wesentlichen Arbeitsschritte für die Prüfungskommission nachvollziehbar sein müssen.

(4) Für die schriftliche Arbeit gilt im übrigen § 6.

(5) Der mündliche Teil ist vor der gesamten Prüfungskommission abzulegen und hat sich ausgehend von der schriftlichen Arbeit auf die praktische Auswertung von verschiedenen mit dieser Arbeit zusammenhängenden Fragen zu erstrecken. Die Themenstellung hat dem Zweck der Lehrabschlußprüfung und den Anforderungen der Berufspraxis zu entsprechen und ist auf einem Zeitraum von 10 Minuten abzustellen. Eine Verlängerung um höchstens 10 Minuten hat im Einzelfall zu erfolgen, wenn der Prüfungskommission ansonsten eine zweifelsfreie Bewertung der Leistung des Prüflings nicht möglich ist.

Schlagworte

Schriftverkehr

Zuletzt aktualisiert am

09.02.2026

Gesetzesnummer

10007164

Dokumentnummer

NOR12077858

alte Dokumentnummer

N5199115826J

Lizenziert vom RIS (ris.bka.gv.at - CC BY 4.0 DEED)