OGH 7Ob203/70 (RS0007024)

OGH7Ob203/7018.11.1970

Rechtssatz

Gemäß § 3 Abs 1 JN ist der Rekurs gegen die Entscheidung des Erstgerichts von dem vorgesetzten Kreis- oder Landesgericht zu erledigen. Es geht daher nicht an, dass der Oberste Gerichtshof, ohne dass die zweite Instanz in der Sache selbst entschieden hätte, über den gegen den erstrichterlichen Beschluss eingebrachten Rekurs entscheidet (7 Ob 277/64). (Hier wies das Rekursgericht den Rekurs als gemäß § 261 Abs 6 ZPO unzulässig zurück. Der Oberste Gerichtshof behob diesen Beschluss und trug dem Rekursgericht die sachliche Entscheidung über den Rekurs auf).

Normen

AußStrG §14 A3
JN §3 Abs1
ZPO §526 D1

7 Ob 203/70OGH18.11.1970

Veröff: SZ 43/212 = EvBl 1971/140 S 241

2 Ob 37/74OGH09.05.1974
8 Ob 146/74OGH09.07.1974
4 Ob 597/75OGH02.12.1975

Auch

7 Ob 270/75OGH18.12.1975
1 Ob 794/76OGH22.12.1976

Auch; Veröff: JBl 1978,102

7 Ob 690/78OGH12.10.1978

Auch

7 Ob 591/81OGH07.05.1981

Auch; Veröff: RZ 1982/28,89

7 Ob 763/82OGH23.11.1982

Auch

7 Ob 621/92OGH12.11.1992

Beisatz: In Fällen, in denen die Begründung des Zurückweisungsbeschlusses inhaltlich die sachlichen Abweisungsgründe erfasst, wird jedoch von diesem Grundsatz aus Gründen der Prozessökonomie dann eine Ausnahme gemacht, wenn das unbillige Ergebnis vermieden werden kann, dem Rekursgericht die Fassung des abweisenden Beschlusses auch im Spruch seiner Entscheidung aufzutragen. (T1)

Dokumentnummer

JJR_19701118_OGH0002_0070OB00203_7000000_001

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