Rechtssatz
Der Grundsatz der Akzessorietät besagt, daß ein Pfandrecht ohne Forderung nicht entstehen und fortbestehen kann. Diese Forderung muß aber keine schon im Zeitpunkt der Pfandbestellung oder Begründung des Pfandrechtes bestehende Forderung sein, sondern es kann auch eine erst in der Zukunft entstehende Forderung vor ihrer Entstehung durch ein Pfandrecht gesichert werden.
| 1 Ob 536/87 | OGH | 27.04.1987 |
nur: Der Grundsatz der Akzessorietät besagt, daß ein Pfandrecht ohne Forderung nicht entstehen und fortbestehen kann. (T1) Veröff: RdW 1987,324 = SZ 60/69 = RZ 1987/68 S 252 = ÖBA 1987,917 (s hiezu P. Bydlinski S 876) = WBl 1987,274 (Bydlinski) |
| 6 Ob 287/00z | OGH | 27.09.2001 |
Vgl auch; Beisatz: Infolge der Akzessorietät des Pfandrechtes ist dieses solange aufrecht, als die besicherte Forderung besteht. (T2); Veröff: SZ 74/167 |
| 5 Ob 179/03i | OGH | 07.10.2003 |
Vgl; nur T1; Beisatz: Nach dem Akzessorietätsprinzip behält der Pfandgläubiger bis zum gänzlichen materiellen Erlöschen der Forderung das Recht auf Befriedigung aus der Pfandsache. (T3) |
| 9 Ob 65/16y | OGH | 26.01.2017 |
Auch; nur T1; Beisatz: Ist die Forderung nichtig oder anfechtbar, so ist es auch das Pfandrecht. (T4) |
| 6 Ob 206/22w | OGH | 23.10.2023 |
Beisatz nur wie T2<br/>Beisatz: Dies gilt auch für das Pfandrecht des Rechtsanwalts nach § 19a RAO. (T5) |
Dokumentnummer
JJR_19851030_OGH0002_0030OB00092_8500000_007
Lizenziert vom RIS (ris.bka.gv.at - CC BY 4.0 DEED)