OGH 11Os176/79 (RS0100513)

OGH11Os176/7916.1.1980

Rechtssatz

Gesetzwidrige Verhandlungsdurchführung vor dem Erstrichter (anstatt vor dem Schöffengericht) gereicht dem Beschuldigten schon deshalb zum Nachteil, weil im Schöffengerichtsverfahren Verteidigerzwang bestanden hätte (so schon 12 Os 143/79).

Normen

StPO §292

11 Os 176/79OGH16.01.1980
9 Os 36/80OGH11.03.1980

Vgl aber; Veröff: EvBl 1980/169 S 494

10 Os 161/81OGH20.10.1981
11 Os 175/81OGH19.11.1981
16 Os 26/89OGH08.09.1989

Vgl; Beisatz: Ungeachtet der Neufassung des § 41 StPO durch das StRÄG 1987 durch Anfügen des Abs 4 gereicht die Gesetzesverletzung dem (anwaltlich vertretenen) Beschuldigten zum Nachteil, zumal eine für diesen günstigere Entscheidung des zuständigen Schöffensenats nicht ausgeschlossen werden kann. (T1)

13 Os 127/97OGH20.08.1997

Vgl; Beis wie T1

11 Os 30/09kOGH24.03.2009

Dokumentnummer

JJR_19800116_OGH0002_0110OS00176_7900000_001

Lizenziert vom RIS (ris.bka.gv.at - CC BY 4.0 DEED)