OGH 4Os982/37 (RS0092593)

OGH4Os982/3729.9.1937

Rechtssatz

Verlust der Zeugungsfähigkeit im Sinne des § 156 lit a StG (nunmehr § 85 StGB) liegt nicht vor, wenn sie durch eine Operation behebbar ist. Daß deren Vornahme an dem Widerstand des Verletzten scheitert, ist unentscheidend.

Normen

StGB §85 A

4 Os 982/37OGH29.09.1937
13 Os 63/72OGH17.08.1972

Vgl aber; Beisatz: Nach abgeschlossener medizinischer Heilbehandlung mögliche Eingriffe zur Wiederherstellung des Aussehens eines im Sinne des § 156 lit a StG (nunmehr § 85 StGB) auffallend verunstaltete Menschen müssen außer Betracht bleiben (mit eingehender Begründung). (T1) Veröff: SSt 43/34 = EvBl 1973/123 S 272 = RZ 1973/131 S 107

13 Os 47/73OGH04.05.1973

Vgl auch; Beisatz: Die vage Möglichkeit künftiger (teilweiser) Reaktivierung etwa des durch die Tat erheblich geschwächten Sehvermögens hindert die Bejahung einer Dauerfolge entsprechend dem § 156 lit a StG (§ 85 StGB) nicht. (T2) Veröff: RZ 1973/184 S 178

11 Os 161/78OGH28.11.1978

Vgl aber; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Mögliches Glasauge. (T3) Veröff: EvBl 1979/118 S 353

13 Os 6/80OGH07.02.1980

Vgl aber; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Kosmetische Operation bei Narben nach vierzehn Schnitten mit Rasierklinge im Gesicht. (T4)

Dokumentnummer

JJR_19370929_OGH0002_0040OS00982_3700000_001

Lizenziert vom RIS (ris.bka.gv.at - CC BY 4.0 DEED)